Unempfindlichkeit.

By Barthold Heinrich Brockes

Da wir von GOtt, in dieser Welt, unzehlich Gutes

überkommen,

Und, zum Besitz so vieler Güter, der künstlichen fünf Sinnen

Thüren;

Wie kömmt es denn, daß wir dadurch nicht tausendfache

Lust verspühren?

Hat etwann unser Feind, der Teufel, uns die Empfindlich-

keit genommen?