Unnützer Nutz des Verstandes.
Du hast nunmehr aus allen Kräften, wie wir aus deinen Schriften lesen,
Dich und die Welt belehren wollen, wie zum Vergnü-
Allein, du siehst ja leider wol, daß, wie du es auch an-
Doch, bey den meisten wenigstens, dein Absehn sonder
Dahero ist mir beygefallen, und fällt mir eben wieder
Ob du vielleicht des rechten Weges mit deiner Lehr-Art
Und ob, durch des Verstandes Kräfte, die du zur Richt-
Vergnügen und Zufriedenheit, auf Erden zu erlangen
Wenn ich die Schätze des Vergnügens, die fast unschätz-
Und, daß sie, von der Seeligkeit der erste Grad fast
So scheint hieraus von selbst zu fliessen: daß, da sie recht
Sie nicht in unsern Kräften stehe, und daß ein Raison-
Sie zu erlangen, fähig sey. Daß also GOtt der HErr
Um diese Gnade zu erhalten, müß’ ernstlich angeflehet seyn.
Ist dieses wahr, so folgt daraus; daß du, mit allen dei-
So wie bißher, auch künftig hin, nicht viel erkleckliches
Es ist dein Einwurf, liebster Freund, von einer sol-
Von überzeuglicher Gewalt, und nicht zu wiedersteh’n-
Daß ich dir gleich gewonnen gebe. Doch höre ein ein-
Vermeinst du nicht, daß um den Glantz von deiner
Und um, in einer wahren Andacht, GOtt anzuflehen,
Man der Vernunft benöthigt sey, und sie gebrauchen