Unterscheid zwischen einem Träumen- den und Wachenden.
Es fragt sich, da wir schlafend träumen, ob wir auch,
wenn wir wachen, nicht
Auf gleiche Weise träumen würden, durch der Jdeen
großes Heer,
Und durch die ungezählte Vorwürf, (worinn wir schwim-
men wie im Meer)
Sowohl als in der Nacht verwirrt? Daß aber dieses
nicht geschicht,
Scheint bloß hiedurch allein behindert, da unsern Seelen
eine Kraft,
Das, was unordentlich, zu ordnen, ist zugetheilt, ein’
Eigenschaft,
Das, was zu viel ist, zu entfernen, durch diese Richter-
kraft allein
Kann alles, was wir denken, recht und ordentlich gewir-
ket seyn.
Wir scheinen denn, so lange wir in dieser Welt sind, so
geschaffen,
Daß, wenn wir in der Nuhe liegen, auch diese Richter-
kräfte schlafen.