V.

By Johann Jacob Bodmer

Der Weih stritt mit dem Volck der Dauben.

Er griff es feindlich an mit morden und mit rauben.

Die Dauben sahen das mit Schmertzen,

Und plagten sich in ihrem Hertzen.

Sie hielten einen Rath, und kamen überein,

Daß sie ohn’ einen Vogt nicht sicher mögten seyn;

Zu diesem wollten sie den Habicht nehmen,

Der wäre starck genug, des Weihen Grimm zu zähmen.

Da dieser nun ihr Pfleger ward,

Verjagt er zwar den Weih, doch ließ er nicht von Art.

Da er der Dauben Freund

Und Schirmer sollte seyn, war er ihr gröster Feind.