Veilchen

By August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Written 1836-01-01 - 1836-01-01

Veilchen, wie so schweigend,

Wie so still dich neigend

In das grüne Moos!

Veilchen, sag was sinnst du,

Sag mir, was beginnst du,

Scheinst so freudenlos?

„Laß mich! still und bange

Lausch' ich dem Gesange

Jener Nachtigall.

Wenn sie singt, so schweig' ich,

Wenn sie singt, so neig' ich

Ihrem Sang und Schall.“