Vergnügen in Blumen.
Laß andre, mit geschwollnen Trieben,
Des Hofes schimmernd Elend lieben
Und immer, um sich zu erhöhn,
Auf einem glatten Fall-Brett stehn;
Laß andre Lust im Wucher finden
Und Gold und Geld zusammen schinden,
Zum nie zu brauchenden Genuß,
Und dürftig seyn im Ueberfluß;
Laß sie, zum besten froher Erben,
Arm leben, blos um reich zu sterben;
Es suchen ander’ ihr Vergnügen,
Vom Helden-Wurm genagt, im Kriegen;
Laß sie im Sturm durch Bomb- und Klingen,
Zerschmettert und gelähmet, dringen,
Um ihren Nahmen in Gazetten
Von der Vergessenheit zu retten;
Wer will, mag aus Dorinden Augen
Den bittern Nectar brünstig saugen,
Zu ihren Füssen sclavisch knien,
Aus ihrer Brüste weichen Klippen
Gift, und aus ihren falschen Lippen
Die süssen Coloqvinten ziehn;
Laß Madidum ein Gut verschlemmen
Und Hals und Magen überschwemmen
Mit Ausbruch vo
Laß ihn bey seinen nassen Brüdern
Und, zwischen kaum verstandnen Liedern,
Auf seine Weise frölich seyn: