Verlangen / nach der herrlichen Ewigkeit
By Catharina Regina von Greiffenberg
Written 1647-01-01 - 1647-01-01
Schwing dich meine Seel' in Himmel aus der Eitlen Zeitlichkeit!
schwing dich hin woher du kommst wo du auch wirst wider bleiben.
Wollst mit süsser Denke-Lust deine weil dieweil vertreiben:
biß du wirst ergetzt versetzet in die Zeit-befreyte Zeit.
Ach ich meyn die Ewig-Ewig-Ewig-Ewig-Ewigkeit
in die der belebend Tod wird entleibend einverleiben.
Vnterdessen soll mein'Hand was von ihrer Hoheit schreiben
von der nie gefühlten Fülle ihrer Erz-Herz-süssen Freud.
Krafft und Safft der Ewigkeit die aus und mit dir entsprungen
der du Vnursprünglich lebest und dahero Ewig bist!
log die künfftig Wunder-Wonn' in den Mund und auf die Zungen
daß ich klärlich herrlich schreibe wie dein will ohn Ziel dort ist
uns mit dir dem höchsten Gut zu vereinen unverdrungen.
Komme wider komm hernider zum Gericht gerüster Christ!