Vi. Momifenestra & crura.

By Martin Opitz

Momus hat zwey stück erzehlet

Die die Götter hetten nicht

An den Menschen zu gericht

Erstlich meinet er daß fehlet

In das Hertz ein Fensterlein

Da man könte sehen ein

Was darinnen wer zufinden

Auff daß alles käm’ an Tag.

Dieses war die ander klag

Daß die Schienbein forne stünden

Da man grössern schaden nehm

Wenn man an was hartes kem.

Hette

Vnd in acht genommen recht

Vnser weibliches geschlecht

Keinen Gott dörsst ernicht schmehen

Weil an beyden stücken hier

Gantz keinmangel fellet für.

Hette

Diese beyde theil besucht

Eh erseinen Göttern flucht

Wer mir nicht will glauben geben

Gehe zu dem Brautbett hin

Finden wird er bald darin

Wie der Breutgam könne machen

Daß er dieses Fenster tieff

Oeffne durch sein Perspectieff.

Wie ermache seine sachen

Daß sein liebes Breutelein

Hinden finde zwey Schienbein.