Von der Macht der Liebe.
Süsse Liebe!
Deine Triebe
Nehmen Hertz und Sinnen ein.
All’ und jede Geister müssen
Sich von dir gefesselt wissen
Keiner kan verschonet seyn.
Süsse Liebe!
Deine Triebe
Nehmen Hertz und Sinnen ein
Simsons grosse Wunder-Stärcke
Und
Können deine Wunder-Macht
Niemahls werden gleich geacht.
Stein und Eysen muß sich schwiegen
Und ein Felsen Hertze biegen
Wenn der
Und sie Gnad und Huld verkennt.
Keiner kan ihr widersiehen
Jeder muß Fuß-fällig seyn.
Jhr Entschliessen muß ergehen
Gehts auch noch so widrig ein.
Der grosse
Den Liebes-Printz nimmt
So muß der Donner-Gott der Kriegs- und Liebes-Führer
An
Sie kan als Sieger prangen
Ein Knecht ein Fürst ein König und Regierer
Muß in den Liebes-Gluhten blühn.
Denckt einer schon auf heute sich zu zwingen
Jhr muß der Streich doch morgen wohl gelingen
Und fliehet man schon einst vor
Wird man durch ihn bald unversehns betrogen
Ja schützt man sich schon einst vor seinen Pfeilen
Sie wissen uns doch wol zu übereilen.
Denckt einer schon auf heute sich zu zwingen
Jhr muß der Streich doch morgen wohl gelingen.
So muß der Liebe-Triebe spühren
Die gantze Welt
Sie will an ihrem Seile führen
Was Odem-loß und Athem in sich hält.
Die Sterne sind verliebt am Himmel
In ihnen glimmt die Liebes Gluth
Es machet der
Beym Ahle in der kühlen Fluth.
Und der Magnet-Stein liebt das Eysen
Wie auch den Stern aus Norden
Der Agtstein ist dem gleich geworden
Und will die Gunst am Spreu beweisen.
Die Rebe küßt des Ulmbaums Stütze
Das
Der Palm-Baum steht bey seines Gleichen gerne
Das lauffend Silber bleibt dem Gold nicht ferne.
So liebt das gantze Rund nun in die Wette
Der Mensch der liebt und sehnet sich zu Bette
Da löschet er die Flammen
Die Gott und Menschen nicht verdammen.
Wie soll man nun der Liebe-Macht entfliehn?
Da alles muß an ihrem Joche ziehn.
Da jeder muß vor ihren Altar treten
Und sie anbehten.
Gedult! Gedult kan alles überwinden
Doch
Eh wird der Geist mit samt dem Leben schwinden
Eh man den starcken Held
Zu Boden fällt.
Gedult! Gedult kan alles überwinden
Doch