Von seiner mit ehr-furcht ver- knüpfften liebe.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Der Garamanten brunn hat diese wunder-krafft,

Daß er bey nachte zu gefrieren,

Des tages aber recht zu brennen pflegt.

In mir läst sich was ungemeines spüren,

Weil meine brust zugleich so hitz als kälte trägt;

Denn ich wüste keine stunden,

Seit dem ich Sylvien erblickt,

Und ihre majestät und schönheit mich entzückt,

Daß ich nicht heisse lieb und kalte furcht empfunden.