Wanderlied

By Eduard Mörike

Written 1833-01-01 - 1833-01-01

Entflohn sind wir der Stadt Gedränge:

Wie anders leuchtet hier der Tag!

Wie klingt in unsre Lustgesänge

Lerchensang

hier und Wachtelschlag!

Nun wandern wir und lassen gerne

Herrn Griesgram zu Haus;

Ein frischer Blick dringt in die Ferne

Nur immer hinaus!

Wir wandern bis der späte Abend taut,

Wir rasten bis der Morgen wieder graut.

Man lagert sich am Schattenquelle,

Wo erst das muntre Reh geruht;

Aus hohler Hand trinkt sich der helle

Kühle Trank

wohl noch eins so gut,

Nun wandern wir usw.