[Was meines Herzens Pochen]

By Georg Friedrich Daumer

Written 1823-01-01 - 1823-01-01

Was meines Herzens Pochen,

Das mächtige, bedeute?

Es liebt Hafis, der alte,

Wie ehedem, noch heute.

Und Selma's süßes Äugeln.

Inmitten aller Leute?

Er wird geliebt, der gute,

Wie ehedem, noch heute.

„Du bist ja bald, du bist ja

Fast schon des Grabes Beute!“

Jung ist das Herz, das heiße,

Wie ehedem, noch heute.

Und ob die Trauerglocke

Mir schon zu Grabe läute –

Ich singe, trinke, küsse,

Wie ehedem, noch heute.