[Wer einsam kam zu trüber Höhe]

By Friederike Kempner

Written 1868-01-01 - 1868-01-01

Wer einsam kam zu trüber Höhe,

Oft unverstanden angegafft,

Dem rauschet jedes Lüftchen Wehe

Und jedes Blättchen: halte Kraft.

Ja Kraft soll dem die Gottheit geben,

Wer selbstlos nur das Gute will,

Mit seinem Herzblut, seinem Leben,

Und sich verblutet einsam still.