[Wie brächt ich dir so gern, so gern]

By Luise Hensel

Written 1837-01-01 - 1837-01-01

Wie brächt ich dir so gern, so gern

Die reichsten Gaben hin.

Doch ward mir nicht vom guten Herrn

Des Guten viel verliehn.

Doch wohl ward mir von Gott, dem Herrn,

Ein großes Gut verliehn:

Wie gab sich längst so ganz, so gern

Dies eine Gut dir hin.

Es ist ein Herz, das kindlich schlägt

Und deinen Wert erkennt,

Das tief in sich geborgen trägt,

Was keine Sprache nennt.

Nimm, Mutter! hier dies treue Herz,

Das freudig zu dir eilt,

Das deine Freuden, deinen Schmerz

In tiefster Seele teilt.

O könnt' ich deinem Pilgergang

Der Freuden viel erflehn,

Wie würde ich froh mit lautem Dank

Hinauf zum Vater sehn.