[Wie soll ich deinen Ruhm/ O Gott/ zur Gnüg erheben]

By Hans Aßmann von Abschatz

Written 1672-01-01 - 1672-01-01

Wie soll ich deinen Ruhm O Gott zur Gnüg erheben

Das Leben die Vernunfft O Höchster schenckst du mir

Verlangte Mittel hab ich einig auch von dir

Durch die ich diesen Tag vergnüget kan erleben

Was werd ich dir davor aus treuem Hertzen geben

Das izt verhandne Fest hält meinen Augen hier

Die Eyd-verbundne Pflicht den Schluß der Tauffe für

Und dort umschräncket mich des Fleisches Widerstreben.

Den Willen geb ich dir der so viel möglich gutt

Herr der du alles kanst bezähme Fleisch und Blutt

Vergieb die Schuld mit der ich Sünder bin beladen

Gieb wahre Sünden-Reu gieb einen neuen Geist

Der von der Erde sich und ihrem Kothe reist

Und wohne ferner bey den Deinen in Genaden.