[Wie tobt der Heyden-Volck mit so vergebnem Schwätzen?]

By Hans Aßmann von Abschatz

Written 1672-01-01 - 1672-01-01

Wie tobt der Heyden-Volck mit so vergebnem Schwätzen?

Die Könge wollen sich dem Herren widersetzen.

Der Landes-Fürsten Schluß der stoltzen Herren Rath

Geht wider Gott und den den er gesalbet hat.

Sie wollen seine Band' in tausend Stücke reissen

Und seiner Herrschafft Seil von ihren Schultern schmeissen.

Doch der im Himmel wohnt lacht ihre Klugheit aus

Ihr Eyfer stürmt umsonst sein unbesiegtes Hauß

Er wird sie dermahleinst mit seinem Grimm erschrecken

Durch seine Donner-Stimm aus ihrem Schlaffe wecken.

Mein König ist gesezt auff Zions heilgen Thron

Da lebt und herrscht vor mir mein heut erzeugter Sohn

Dem ich zum Erbe will die stoltzen Heyden geben

Dem was auff Erden lebt soll unterthänig leben

Der einen Königs-Stab von festem Eisen trägt

Der ihren harten Sinn wie Töpffe niderschlägt.

So last euch weisen nun ihr Könge dieser Erden

Ihr Richter lernt gerecht und eingezogen werden

Dient ihm mit Furcht und freut euch zitternd seiner Macht

Küßt ihn damit sein Zorn nicht über euch erwacht.

Damit er euch den Weg der Boßheit nicht verkürtze

Und eh ihr Busse thut in euren Sünden stürtze

Denn man wird seinen Zorn bald angebrennet schaun

Doch alle denen wohl die seiner Gütte traun.