Winter

By Hedwig Lachmann

Written 1891-01-01 - 1891-01-01

Es treiben grosse Flocken dicht und schräg –

Der Wald hält still, die Zweige hängen träg.

Der Wind, der um die Wipfel wehte, schweigt.

Die Kronen haben langsam sich geneigt.

Um eine hohe Tanne rieselt kalt

Der Schnee: Mein Haupt wie Eis! Bin ich schon alt?

Durch hundert Jahre ist es nicht so weit –

Ich steh schon immer in der Ewigkeit.