[Wo deine Augen vor Nächten stehen]

By Max Dauthendey

Written 1892-01-01 - 1892-01-01

Wo deine Augen vor Nächten stehen,

Wo deine Ohren durch Stillen gehen,

Brennen noch Welten und Willen im Dunkel:

Hinter den weißen Sonnen gleißen und funkeln

Schwarze Sonnen nächtiger Reiche.

Den Lebensmüden,

Den Tagsonnemüden

Beschleichen gierig die dunkeln Sonnen.

Den Lebenswunden,

Den Tagsonnewunden

Umschleichen die Sonnen der Totenreiche.