Wolle keiner mich fragen

By Emanuel Geibel

Written 1833-01-01 - 1833-01-01

Wolle keiner mich fragen,

Warum mein Herz so schlägt,

Ich kann's nicht fassen, nicht sagen,

Was mich bewegt.

Als wie im Traume schwanken

Trunken die Sinne mir;

Alle meine Gedanken

Sind nur bei dir.

Ich habe die Welt vergessen,

Seit ich dein Auge gesehn;

Ich möchte dich an mich pressen

Und still im Kuß vergehn.

Mein Leben möcht' ich lassen

Um ein Lächeln von dir,

Und du - ich kann's nicht fassen -

Versagst es mir.

Ist's Schicksal, ist's dein Wille?

Du siehst mich nicht. -

Nun wein' ich stille, stille,

Bis das Herz mir zerbricht.