Wunsch im Herbst zur Saat-Zeit.
Gott Lob! der Acker ist gepflügt, der Saame wieder
ausgestreut
Bey einer guten Witterung, zu einer recht bequehmen Zeit.
Die Furchen sind, da man geeget,
Gefüllet wieder zugeleget,
Die sanfte Saat bedeckt, und unser Feld
Aufs neue wiederum bestellt.
Man sieht, da es so zubereitet,
Die Fläche sonder Lust nicht an,
Wenn auf der braunen ebnen Bahn
Das Auge, sonder Anstoß, gleitet.
Die Hoffnung fängt schon an zu blüh’n,
Aus der nunmehr beschloßnen Arbeit den künftigen Ge-
nuß zu zieh'n.
Da aber, HErr! an Deinem Segen
Es alles bloß allein gelegen;
So gieb, durch früh- und spaten Regen,
Durch Sonnenschein zu rechter Zeit,
Zu der erwünschten Fruchtbarkeit,
Und reichem Wachsthum, Dein Gedeyen,
Daß wir der reichen Erndt’ uns freuen,
Und, mit erkenntlichem Gemüht, Dir herzlich dafür dan-
ken mögen!