XiI. Dominus respexit humilitatem meam.
Noch hab' ich den tag erlebet!
Den so offt gewünschten tag!
An dem der der oben schwebet
Der die
Hat meiner schmertzen strenge macht
Vnd seinen wehrten eydt bedacht!
Nun hat er mir was ich begehret;
Vom Himmel vnversehns gewehret.
Alles
Kein erretten war zu sehn
Mittel wahren nicht zu finden;
Ja es war vmb
Der vngewitter grimme noth
Der auff mich außgerüste todt
Des donners Schwefel-lichte flammen
Die schlugen vber mir zusammen.
Wie ein Schiffer bebt vnd zaget
Wenn die vmbgekehrte
Sich biß an die Sterne waget
Vnd den grundt sprützt in die höh
Wenn sich das schwache Schiff fast trennt;
Vnd vber klip auff klippen rennt;
Wenn nun die seiten bretter knacken
Wenn er den Mast selbst vmb muß hacken:
Wenn er West vnd Ost verlohren:
Vnd schier keinen windt mehr kennt
Vnd die sich auff jhn verschworen
Mit nicht rechten namen nennt:
Wenn jhm die Na
Wenn jhn das brausen überstimbt?
Wenn er nunmehr nicht kan entgehen;
Vnd schon den Todt siht vor sich stehen:
Eben so war mir zu mute:
Eben so war ich erstarrt:
Ach dacht ich ist diß das gute
Drauf ich jederzeit geharrt
Mein hertz erstarb mein mundt erblich
Die kraft verging der Geist entwich
Der mund erstum̃t; die Augen stunden:
Die füße waren als gebunden.
Kein trost möchte mich erquicken:
Aller anspruch ward zur pein:
Weil die bürd’ auff meinem rücken:
Weil mich dieser schwere Stein
Biß auff die Erden niederbog:
Vnd in den Abgrund mit sich zog.
Nun dacht ich nun muß ich verderben:
Hier ist nichts vbrig mehr denn sterben.
Jhr besternten Himmels-bogen
Rief ich trawrig; gute nacht
Der hat mir sein licht entzogen
Der das licht vnd euch gemacht!
O Erd! O schaw-platz meiner pein!
Ade! es muß geschiden seyn
Ade jhr Hellen bäch! jhr wälder!
Ade jhr blumen-reiche
In diß seh’ ich meine Sonne
Meiner Seelen zuversicht:
Meines matten Hertzen wonne.
Meiner todten Augenlicht:
Mit jhrer Güldnen stralen macht;
Vor brechen durch die trübe nacht.
Schaw vnverhofft ist sie erschienen.
Der alle Seraphinen dienen.
Jtzund muß was dunckel wei
Nuhmehr legt sich sturm vnd windt.
Seht die finsterniß erbleichen:
Schawt doch wie mein schmertz verschwindt.
Mein Geist wacht auff das Hertze springt.
Die Seele jau
Der Leib begint aufs new zu leben;
Mein sinn muß Gottes trew erheben.
Trew ist er vnd fast zu hertzen
Was ein weynendt Auge klagt
Er hört waß von grimmen schmertzen
Ein entbrandter Geist ansagt.
Er beut vns die hülffreiche handt
Die
Die wis
Vnd trennt die angst die vns vmbfangen.
Die handt kan vnd mag ni
Sie thut vberflüssig wol.
Sie kan weg vnd mittel finden
Vnd weiß wenn sie helffen soll.
Sie stützt den grossen Baw der welt:
Vnd richtet auß was GOTT gefält.
GoTT der die Seelen die jhn lieben
Vnd mich hat in die