XXIVWas die Glocken sagen

By Conrad Ferdinand Meyer

Written 1861-01-01 - 1861-01-01

Heut geht am See ein endlos Glockenspiel,

Mir scheint, die taufen und begraben viel.

Wann Menschenblut in neuen Adern kreist,

Erneuert sich der träge Menschengeist.

Das Glöcklein sagt, das dort so kläglich schallt:

Ein Päpstler steigt ins Grab vergilbt und alt.

Das Glöcklein sagt, das hier so lustig schellt:

Es kam ein kleiner Protestant zur Welt.