Zu der Ridder - und Mahnerischen Hochzeit-Feyer Gratulirte durch Folgendes.
Jhr Tichter deren Geist der Himmel selber treibet
Wenn er durch heilges Feur bläst eure Sinnen an
Sagt da ihr offter mahls von Liebes-Flammen schreibet
Womit man sie zuletzt noch wol vergleichen kan?
Der eine sagt es sey ein Zucker vor die Seelen:
Ein ander aber nennt sie der Gemüther Band.
Der heist sie einen Grind der nicht wol zu verhelen:
Und dieser spricht sie sey nichts als ein heisser Brand.
Allein ihr irret noch ein einger hats getroffen
Der sagt daß sie mit recht dem Jäger-Garne gleicht
Darinn schon manches Wild vergnügt hinein geloffen
Wenn es der schlaue Fleiß des
Der
Dabey der Augen-Blitz die erste Lock-Pfeiff’ ist.
Die Körner sind alsdann der Erden falsche Güter
Woran sich mancher Mensch mit Lust zu tode frist.
Die Stangen sind hieran die Regungen des Blutes
Wo bey so Jäger als auch Wildpret wird gerührt
Er ist bey selbigen vergnügt und gutes Muhtes
Da dieser Witterung sein Vogel nachgespührt.
Allein dis alles hilfft noch nichts vor hohe Sinnen
Bey denen muß allein die Tugend-Jäger seyn
Das Steck-Garn das Vertraun so kan hier nichts entrinnen
Denn alles laufft mit Lust in diese Lappen ein.
Und diese Tugend ist bey ihm das Garn gewesen
Herr Vetter darinn er vorlängst dis Wildpret fing
Daß dieses Garn allein zu seinem Fang erlesen
Ob gleich sonst manches Netz ihm um das Lager hing.
Die frisch belebte Stirn die weiset sein Gemühte
Helenens Brüder sind daran verliebter Blitz
Der Wangen Purpur zeugt von seiner Seelen Güte
Auf der beschneeten Brust hat
Jedoch ich will nicht mehr verblühmt und dunckel schreiben
Es ist mit einem Wort die schöne
Ich wünsche nur da mich Pflicht und Gehorsahm treiben
Nehmt aus des Höchsten Hand viel tausend Seegen hin.