Zugvögel

By Ludwig Achim von Arnim

Written 1806-01-01 - 1806-01-01

Ach wie so schön, wie hübsch und fein

Sind deine Tritt Maria rein

In deinem Schühlein leis dahin,

Ach Jungfrau, was hast du im Sinn?

Du weist, was unterm Herzen tragst,

Mich wundert, wie du eilen magst?

„Hör mich nun an, du frommes Weib,

Ich trag in meinem reinen Leib,

Ich trag in mir das ew'ge Wort,

Beschwert mich nicht, ja hilft mich fort;

Gleich wie die Federn dem Vögelein

Nicht hinderlich, nein hülflich seyn,

Die Ruder keinem Schiff zur Last,

Nein treibens, daß es ohne Rast

Hinschwanket, schwebet ganz allein

Und bringt den Sohn des Herren heim.“