ZuschrifftFußnoten
By Johann Klaj
Written 1636-01-01 - 1636-01-01
Bellona welche dich begabt mit wehrten Palmen
und deinen Siegespracht mit Lobgesang und Psalmen
verewigt in der Welt hat ihr erhabnes Haubt
deß grünen Lorbeerkrantzs zu deinem Lob beraubt
und dich damit bekrönt. Wie solches ist geschehen
hat vor verwichner Zeit die Teutsche Welt gesehen:
Irene trat her zu mit der Oliven-Kron
bekröne dich damit und halff dir auf den Thron
deß Norden Königreichs. Der höchste Preis in Kriegen
ist mit dem Heldenmuht im Siege sich besiegen
und zwingen die Begierd die sonsten nimmersatt
sich in dem grössten Glück nicht leicht vergnüget hat.
Irene welche du in Teutschland eingeführet
hat dich mit ihrer Kron wie jetzt gesagt bezieret
und rühmet Deinen Ruhm: die waare Seligkeit
ist dem der Friede stifft als Gottes Kind bereit
Bellona saget frey daß sie zwar überwunden
doch in beliebter Hand den milden Tod gefunden
der nun die letzte Welt von neuem Leben macht
und der die Friedenszeit hat an das Liecht gebracht.
Vulcanus hat die Kunst deß Schmittenwercks erfunden
Apollo wie man heilt die Schmertzenvolle Wunden
der schöne Majen-Sohn der güldnen Leyren Band:
deß wegen sie gesetzt sind in der Götterstand
nach jener Heyden Weis. Wie soll man den verehren
der uns den werthsten Schatz den Frieden zu bescheren
erfreulichst sich bemüht? Der diesen Krieg gestillt
ist gleich dem Erdengott mit Himmelsgeist erfüllt.
O hocherleuchter Fürst der du den Fried erzeuget
für dir Irene sich als ihrem Vatter neiget
der Tochter deines Lobs laß deines Namens-Ehr
erwünschend daß dein Reich sich nach und nach vermehr.