Ii.
Man sagt, daß eine Flieg in Ungestüme flog,
Und einen kahlen Mann vielmahls betrog.
Indem sie ihm oft an die Stirne faß;
Wenn er dann seiner nicht vergaß,
Und mit der Hand oft nach ihr schlug,
Da floh sie bald und schnell genug.
Sie trieb hernach noch ihr Gespötte,
Daß er sich selbst geschlagen hätte.
Bald aber flog sie wieder dar.
Der kahle Mann nimmt ihrer wahr
Und spricht: O Fliege hör was ich dir sage.
Ob ich dir deinen Spott vertrage,
Und ob ich mich gleich zehnmahl schlage:
So werd ich doch davon nicht wund,
Ich bleib hernach wie vor gesund.
Dein Stachel tödet auch nicht mich;
Träff’ aber ich nur einmahl dich,
So lägest du im Staube todt.
Begiebt sich jemand selbst in Noth
Durch kleinen Schaden, den er thut,
Der hat wohl einen tummen Muth.