I.
Wem tönt des Hymnus Feyerklang?
Wem rauscht der Lyra Hochgesang,
Gleich Nachtigallenschlag itzt schmetternd und itzt
leise?
Wen meinen unsers Päans Preise?
Dich meinen sie,
Allmächtige Harmonie.
Heil dir, dir huldigt die Natur!
Beschworen, Himmlische, von deinem Zauberschwur
Tanzt lustberauscht der Wald, hüpft lüstern rings die
Flur —
Und jene, die in nimmer müden Kreisen
Rings um das Herz des All's melodisch tönend reisen,
Wer lenkt, wer zäumt, wer bändigt sie?
Du thust's, allmächtige Harmonie!
Dein süsses Tönen, Harmonie, erscholl
Und laut aufklangen des Abyssus Schründe.
Des Lichtes nie erforschter Quell erschwoll
Die alte Nacht erschrack; tief in des Abgrunds
Versteckte, jeder Kraft beraubt,
Das Chaos sein geängstet Haupt.
Hervor, o Harmonie, auf dein melodisch Werde
Sprang lächelnd der Olymp, sprang thaubeperlt die
Rings reihte sich der Sterne güldner Kranz.
In nimmer-lassen, nimmer-stummen Chören
Begannen ihren Reigentanz
Rund um den Quell des Lichts die ewig-
Dein hehtes Tönen, Harmonie, erscholl,
Und Nacht und Chaos floh und Lieb' und