Ernst Moritz Arndt

1769 - 1860

Ernst Moritz Arndt war ein nationalistischer deutscher Historiker, Dichter und Politiker. Geboren als Sohn eines Leibeigenen, wurde Arndt 1801 Dozent an der Universität Greifswald. 1803 erschien seine Schrift Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen, die zur Abschaffung der dortigen Leibeigenschaft beitrug. In den Befreiungskriegen 1813–1815 schrieb er Gedichte wie Der Gott, der Eisen wachsen ließ und Was ist des Deutschen Vaterland?, die zu nationaler Freiheit und Einheit aufriefen. Während der Restauration wurde Arndt als Demagoge verfolgt und angeklagt. In dieser Zeit schrieb er Gedichte wie Ich weiß, woran ich glaube und Kommt her, ihr seid geladen, die ins Evangelische Gesangbuch einflossen. 1848/49 wurde er Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und ging nach der gescheiterten Revolution in den Ruhestand. Die neuere Forschung benennt sowohl Arndts Verdienste als Freiheits- und Einheitskämpfer wie auch seine Fehler als Franzosen- und Judenfeind.

Poems